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Eine günstige Alternative zu einem eigenen Auto

WEIL AM RHEIN (ads). Mit dem Car-Sharing soll in Weil ab dem kommenden Jahr eine Idee aufgegriffen werden, die in Städten wie Lörrach, Rheinfelden und Grenzach-Wyhlen schon seit längerem mit großem Erfolg angeboten wird. Bei einer Infoveranstaltung, die am Donnerstagabend in "Tina´s Creperie" stattfand, wurden den Besuchern Einzelheiten eines möglichen Car-Sharings vorgestellt.
Das grundlegende Prinzip ist denkbar einfach, wie Nicole Dahms vom Verein Car-Sharing Südbaden erklärte: Jeder, der einen Führerschein und eine Vereinsmitgliedschaft besitzt, kann über das Internet die zur Verfügung gestellten Fahrzeuge für einen bestimmten Zeitraum mieten. Jedes Mitglied bekommt einen Vertrag und muss eine Kaution hinterlegen, deren Gegenwert zur Finanzierung des ersten Fahrzeuges dient und die bei einem Austritt zurückerstattet wird. Außerdem kommt ein monatlicher Mitgliedsbeitrag hinzu, und es wird von einer monatlichen Mindestnutzung des Fahrzeugs ausgegangen. Bürgermeister Klaus Eberhardt, der von Antje Jochum vor einigen Wochen auf das Thema Car-Sharing angesprochen wurde, stellte sich dabei am Donnerstag voll hinter die Initiative. Vom ökologischen Standpunkt aus, so Eberhardt, solle der Verkehr reduziert und die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel wie Bus und Bahn verstärkt werden. Doch gerade im Übergang zwischen städtischem und ländlichen Raum seien viele Orte mit Bus und Bahn bisweilen nur schwer erreichbar. Hier sei das Car-Sharing eine sinnvolle Alternative zum eigenen Auto. Antje Jochum, die in Altweil wohnt, ist Mitglied im Lörracher Car-Sharing-Verein und fährt regelmäßig mit dem Fahrrad dorthin, wenn sie für größere Strecken ein Auto benötigt. Ein Standort in Weil am Rhein würde ihr natürlich vieles erleichtern.
Bürgermeister Eberhardt erläuterte die Schwierigkeiten einer Standortsuche, die in Weil durch die lange Hauptstraße entstehen, und sprach sich für einen Platz hinter dem Ärztehaus aus, da dann das Auto in zentraler Lage stünde. Allerdings ließe sich auch problemlos ein Standort in Altweil finden, wenn sich erweisen sollte, dass die meisten Nutzer aus diesem Teil der Stadt kommen. Beginnen sollte man mit einem Auto, bei Bedarf ließe sich das Angebot dann noch aufstocken, so Nicole Dahms. Auf die Frage von Eberhardt, ob nicht zwei Fahrzeuge aus dem Bestand des Lörracher Car-Sharing-Vereines in Weil am Rhein abgestellt werden könnten, erklärte Dahms, dass ein zweiter Standort, der nicht so intensiv genutzt würde, bald wieder eingestellt werden müsse. Den etwa 30 Anwesenden, die Interesse am Car-Sharing bekundeten, wurde in Aussicht gestellt, dass ein erstes Auto bereits zu Beginn kommenden Jahres in Weil zur Verfügung stehen könnte. Ob die Stadt sich finanziell an der Initiative beteiligt, ist derzeit noch offen.

http://www.carsharing.de

 

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